Eine regionale Plattform lebt von Seiten wie "Kinderveranstaltungen in Wildeshausen" oder "Feste im Landkreis Emsland". Niemand kann solche Seiten für jede Gemeinde von Hand schreiben und pflegen. Generiert man sie aus den Daten, entsteht schnell das Gegenteil des gewünschten Effekts: hunderte fast leere Seiten, die Suchmaschinen als dünnen Inhalt werten. Lokido, eine Familienplattform auf Basis von Lotse CMS, zeigt, wie sich beides verbinden lässt.
Zwei Arten von Seiten
Die redaktionellen Seiten entstehen im Sektionen-Baukasten von Lotse CMS: die Startseite, Info- und Rechtsseiten, Landingpages für Vereine und Veranstalter und die Blogartikel. Sie werden ohne Deployment gepflegt.
Die strukturellen Seiten liefert das Fach-Bundle aus seinen Daten. Dazu gehören je Ort eine Übersicht, Seiten für heute, das Wochenende und kostenlose Termine, Kategorieseiten und Themenseiten für wiederkehrende Anlässe. Darüber liegen die Landkreis-Hubs, zum Beispiel der Hub für den Landkreis Emsland. Beide Seitenarten nutzen dasselbe Lotse-Theme und dieselbe Meta-Infrastruktur, für Besucher ist kein Übergang sichtbar.
Die entscheidende Regel: Indexierung folgt dem Inhalt
Ob eine generierte Seite in den Index darf, entscheidet eine zentrale Stelle aus den Daten, nicht das Template. Die robots-Meta und die Aufnahme in die Sitemap werden dort abgeleitet. Das hat einen praktischen Grund: Sobald diese Entscheidung in Templates verteilt ist, weicht irgendwann eine Seite von der Regel ab und niemand merkt es.
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Kostenlos-Seiten einer Stadt werden erst ab fünf Terminen von Suchmaschinen gefunden, darunter bleiben sie erreichbar, aber ohne Indexierung.
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Suchergebnisseiten stehen auf noindex, follow. Sie verteilen Link-Gewicht, ohne selbst als dünne Seite zu gelten.
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Anbieterseiten im kostenlosen Tarif stehen auf noindex, follow und fehlen in der Sitemap. Gefunden werden sie über ihre Termine.
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Themenseiten existieren nur für Slugs, die in der Bundle-Konfiguration stehen. Jede andere Adresse antwortet mit 404.
Statuscodes statt Sackgassen
Auch das Ende einer Seite ist Teil der Struktur. Nicht existierende Inhalte antworten mit 404, abgelaufene Termine mit 410 Gone, damit sie dauerhaft aus dem Index verschwinden. Stimmen Stadt oder Slug in der Adresse nicht mit dem Inhalt überein, folgt eine 301-Weiterleitung auf die kanonische Form, und zwar erst nach der Sichtbarkeitsprüfung, damit auch die Weiterleitung nichts über unsichtbare Inhalte verrät. Wird ein Termin als Rückblick weitergeführt, bleibt seine Adresse erhalten.
Neue Regionen als Daten
Ein neuer Landkreis kommt mit seinen Gemeinden und Kartenumrissen als Datensatz dazu. Routen, Hubs, Brotkrumen und Sitemap-Einträge ergeben sich daraus, am Template ändert sich nichts. Die Seiten eines neuen Landkreises werden dabei nicht sofort alle indexiert, sondern nach derselben Regel wie alle anderen: erst dann, wenn sie Inhalt haben.
Wann dieser Aufbau nicht passt
Wenn jede Ortsseite eigenen redaktionellen Text braucht, der sich von Ort zu Ort wirklich unterscheidet, reicht ein generiertes Gerüst nicht. Dann ist die richtige Lösung eine CMS-Seite je Ort mit eigenem Inhalt, und die generierten Seiten liefern nur die Terminlisten zu. Der Aufbau hier setzt voraus, dass der Inhalt aus den Daten kommt, bei Lokido aus Terminen, Reihen und Gesuchen.
Als Nächstes steht bei Lokido die Frage an, ab wie vielen Terminen eine Kategorieseite in den Index gehört, weil sich dort gerade zeigt, dass die Schwelle je Kategorie unterschiedlich sein sollte.